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В ГЁТШЕНДОРФЕ ПОКАЖУТ ГРАВЮРЫ О МОНАСТЫРЯХ И МОНАШЕСТВЕ В РОССИИ


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IN GÖTSCHENDORF WERDEN STICHE ZU KLÖSTERN UND MÖNCHTUM IN RUSSLAND GEZEIGT

IN GÖTSCHENDORF WERDEN STICHE ZU KLÖSTERN UND MÖNCHTUM IN RUSSLAND GEZEIGT

Am 6. Mai wird im russisch-orthodoxen Männerkloster St. Georg in Götschendorf (Deutschland) die Ausstellung "Klöster und Mönchtum in Russland" eröffnet. Die Ausstellung zeigt Graphiken aus der Sammlung des Staatlichen Museums für die Geschichte der Religion und findet im Rahmen der Tage der russischen geistigen Kultur in Deutschland statt, die zum Programm des internationalen Projekts "Russische Saisons" zählen. Die Besucher können Stiche, Lithographien und Farblithographien mit Ansichten von Klöstern sehen, die von bekannten Stechern und unbekannten Künstlern in der Zeit vom 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts geschaffen wurden. Die Arbeiten zeigen Gesamtansichten von Klöstern, architektonischen Anlagen, die durch Elemente der vorhandenen Topographie bereichert sind, Landschaftsskizzen, Ansichten einzelner Einsiedeleien, Klosterbauten sowie Szenen des klösterlichen Lebens. Die einzigartige Graphik aus der Sammlung des Staatlichen Museums für die Geschichte der Religion (St. Petersburg) wird das Publikum durch die Vielfalt der Motive sowie den geographischen und historischen Umfang beeindrucken. Dank den Darstellungen kann die enorme Rolle der Klöster im Leben des russischen Menschen und der russischen Gesellschaft ermessen werden - die Abbilder des Klosters und des Mönches ziehen sich nicht zufällig durch die gesamte Geschichte der russischen Kunst, einschließlich handgeschriebener Sammelbände, Ikonen, Stiche, Lithographien und Gegenstände des Kunsthandwerks. Klöster entstanden in der Rus praktisch gleich nach der Christianisierung im Jahr 988. Mitte des 11. Jahrhunderts gründeten die heiligen Antonius und Theodosius von Kiew das erste orthodoxe Kloster - das Kiewer Höhlenkloster, das später zum größten religiösen und kulturellen Zentrum der Alten Rus wurde. Orthodoxe Klöster entstanden auf dem gesamten Gebiet der Altrussischen Staates. Dank den Klöstern keimten in entfernt gelegenen Gebieten die neue Religion und Kultur auf, vertiefte und verbreitete sich die Christrianisierung der Rus. Im 14.-16. Jahrhundert wurden die Klöster nicht nur zu religiösen, sondern auch zu politischen und wirtschaftlichen Gebilden. Geistiges Zentrum der Verbreitung des Mönchtums in der Moskauer Rus wurde das Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, das im 14. Jahrhundert von dem orthodoxen Vorkämpfer Sergius von Radonesch gegründet wurde. Wie auch in Westeuropa, trugen die Klöster in Russland wesentlich zur Entwicklung der materiellen und geistigen Kultur bei. Chronologische Geschichtsschreibung, das Abschreiben von Büchern, Ikonenmalerei, Holzschnitzerei, Schneiderei, Anlage einzigartiger Bibliotheken und Errichtung von Architekturdenkmalen - dies alles war in den Klöstern konzentriert, über die die Vorbilder der antiken und byzantinischen Kulturen aufgenommen wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Russland etwa 1000 Klöster und über 100.000 Mönche gezählt. Nach der Oktoberrevolution 1917 änderten sich im Land die Staatsform und die Politik gegenüber der Religion und der Kirche. Der größte Teil der Klöster und Kirchen wurden geschlossen, viele Anlagen wurden zerstört. In bestimmten Gebieten entstanden "Sonderlager", in denen sowohl politische Gefangene, als auch Vertreter der Geistlichkeit gefangen gehalten wurden, z.B. im Solowezki-Kloster. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetmacht entstanden in den 1990er Jahren in Russland Bedingungen für die Wiedergeburt von Klöstern. Gegenwärtig sind viele der zerstörten Klöster wiedererstanden - heute sind es etwa 500. Die Ausstellung findet im Kloster St. Georg der Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Götschendorf statt, das in 83 km Entfernung von Berlin am Kölpinsee liegt. Veranstaltungsort: St. Georg Kloster in Götschendorf Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats Götschendorf 33, 17268 Götschendorf